Grundlagen Meßtechnik

Kapitel 2 - Signalkonditionierung

2.3 Signalübertragung

Für die Signalübertragung vom Sensor zur Auswerteelektronik betrachten wir zwei grundsätzliche Verfahren.

Die analoge und die digitale Übertragung.

Für die analoge Signalübertragung entscheidet man sich nur, wenn die Signalwege klein sind (bis max. 15 Meter). Sie bietet den Vorteil, daß bei kurzen Entfernungen keine zusätzliche Elektronik erforderlich ist. Bei Leitungslängen von einigen Metern kann man sich meistens mit reinen baulichen Maßnahmen helfen: geschirmtes Kabel, symmetrische Übertragungsleitung, Erhöhung der Ausgangspegel, niederohmige Ausgänge usw.

Eine reine Trennung von Sensor und Auswerteschaltung läßt sich nicht klar abgrenzen, da es für das eine oder andere Verfahren nötig ist, eine erste Signalaufbereitung schon am Sensorort durchzuführen.

Die digitale Übertragung hat den Nachteil, daß eine zusätzliche Elektronik erforderlich ist, um die analogen Signale in digitale umzuwandeln und nach der Übertragung wieder zurückzuwandeln (Bild 1). Sie bietet jedoch den großen Vorteil des erheblich kleineren Signal-Stör-Abstandes, was für längere Übertragungswege sehr wichtig sein kann. Unter Umständen kann auch auf die Rückwandlung verzichtet werden. Voraussetzung dazu ist, daß der Mikroprozessor über entsprechende Peripheriebausteine verfügt um Frequenzen oder Pulsbreiten zu messen. Eine weitere Möglichkeit wäre, die komplette Digitalisierung an den Sensorort zu legen und gleich ein digitales RS232 Protokoll zu übertragen. Die Meßdaten könnten dann über serielle Standardschnittstellen eingelesen werden und sogar zu einem Netzwerk (RS485) zusammengefaßt werden.

 Bild 1

Wenn Sensorsignale über längere Wege übertragen werden, dann sind besondere Maßnahmen erforderlich.


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